Home

Danksagungen

Das Kondorforum

Publikationen

Seminare

Links

Simurghs Schwingen

Über Mich

Literaturhinweise

Der Flug des Kondors

Schamanentum

Henochiana

Angelologie

Remote Viewing

Drachenkunde

Der Andenkondor

Der Feuervogel

Runenkunde

Lounge

Ikonographie

Astronomie

Engelsnatur

Engelsmagie

Ich, ein Engel?

 



Wie kommen die Engel zu ihren Flügeln?

    Die Literatur über Engel in den Regalen der Buchläden machte es mir anfangs nicht einfach, eine Antwort auf diese Frage zu finden. Die Antwort, Engel würden deswegen Flügel besitzen, weil sie wie die Vögel dem Himmel nahe sind oder weil Flügel die spirituelle nichtmaterielle Natur der Engel am besten symbolisieren, hat mich nie befriedigt. So fallen die meisten Bücher entweder in die Rubrik der Religion oder in die esoterischen Bereiche der Lichtarbeiter. Beides sind Richtungen, denen ich lange Zeit nur sehr wenig abgewinnen konnte. Zunächst forschte ich also über die Ikonographie der Engel nach und fand heraus, daß es bereits einige sehr gute Recherchen dazu gibt. Wer der englischen Sprache mächtig ist und viel Zeit investieren möchte, dem empfehle ich die Werke von Andrew Collins, Charles Hapgood oder Graham Hancock. Vieles, was ich zusammengetragen habe, findet sich in diesen Werken wieder.

    Die Ergebnisse brachten mich zu den bisher ältesten Zeugnissen menschlicher Zivilisation. An den Grabungsorten Zawi Chemi Shanidar, Catal Hüyük, Nevali Cori, Göbekli Tepe und Jerf el-Ahmar fanden Archäologen Hinweise auf einen Kult, bei dem Geierschamanen eine wichtige Rolle spielten. In Catal Hüyük, einer Stadt, die zwischen 7400 und 6300 v. Chr. (ebenso +/- 300 Jahre) bewohnt wurde, fand man eindeutige Spuren eines aktiven Geierkultes. Die Hybridmenschen, die in den Wandmalereien dargestellt sind, ähneln auffällig den Engelsdarstellungen der heutigen Zeit und ich sehe in ihnen eine frühe Wurzel der heutigen Ikonographie.

    Die erste Darstellung eines Menschen mit Schwingen wurde in Catal Hüyük gefunden. Einige Jahrtausende früher wurde ein Mensch mit Vogelkopf und einem Stab mit einem Vogel an der Spitze in Lasceaux gemalt. Zwar ist dieser Mensch mit einem Vogelkopf dargestellt worden, aber der Vogelstab erinnert sehr stark an die Metallfiguren der Yeziden und die bis heute verbreiteten Vogelstäbe. Parallelen zu den schamanischen Darstellungen des Lebensbaumes, auf dessen Spitze ein Adler oder ein anderer großer Vogel sitzt, lassen sich ebenso finden.

    Das bekannteste Zeugnis dieser Erinnerungen ist das apokryphe Buch Henoch, in dem die Interaktion zwischen dem hebräischen Stamm und dem Volk der Wächter aus der Sicht der hebräischen Priesterkaste entsprechend eingefärbt überliefert wurde und letztlich das Bindeglied zwischen den Geierschamanen oder -priestern und den Engelsdarstellungen bildet. In der feinstofflichen Engelshierarchie sind die Wächter nicht, wie man heute immer wieder zu lesen oder zu hören bekommt, ausschließlich den sogenannten "Gefallenen Engeln" zuzuordnen, so wie es oberflächlich gelesen erscheinen mag.

    Diese Geierschamanen erscheinen als hochgebildete Gelehrte, die sich im Staatswesen, Politik, Kriegsführung und Seefahrt weit besser auskannten, als es damals die Norm war. In der Heilkunde und den Wissenschaften wie Astronomie, Architektur und Mathematik war diese Kultur im Neolithikum die am weitesten entwickelte und fortschrittlichste der Welt.

    Im Buch Henoch wird dieses Wissen natürlich verteufelt, denn nichts ist einer herrschenden Kaste mehr zuwider als ein Volk, das Lesen und Schreiben kann - und die Wächter lehrten diese Kenntnisse dem einfachen Volk. Entsprechend wird im Buch Henoch auch die Verteufelung dieser Hochkultur vorangetrieben. Diese Kultur errichtete mit tonnenschweren Steinblöcken die ersten Tempelanlagen und astronomischen Observatorien, deren Mauern zum Teil noch heute existieren. Ihr Geheimwissen über Baukunst, Mathematik und Astrologie wurde bis in die Mitte des letzten Jahrtausends überliefert und angewendet, wie Sie leicht in Thailands Angkor Wat erkennen können. Glaubt man den Überlieferungen, dann waren diese Menschen für damalige Verhältnisse extrem groß und hellhäutig. Mischehen führten durch den Größenunterschied zu erheblichen Problemen bei der Geburt, die Säuglinge mußten per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht werden.

    Die Geierschamanen hatten mit Sicherheit in ihrer eigenen Kultur eine ungewöhnliche Position. Die Symbolsprache der damaligen Menschen war sehr direkt und weist auf die oben genannten Sonderfunktionen hin, die diese Schamanen innehatten. Wenn ich diese Informationen mit denen kombiniere, die ich aus meinen eigenen praktischen schamanischen Erfahrungen mitbringe, dann waren diese Schamanen Spezialisten in Exkarnationsriten und der Psychopompostätigkeit. Sie hatten also auch eine wichtige Rolle in Fruchtbarkeitsriten und somit der zyklischen Wiederkehr - der Wiedergeburt.

Copyright, Impressum und Kontakt