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Biologische Informationen über den Kondor
Vultur gryphus und Gymnogyps californianus

Verbreitungsgebiet:

    Anden, von West Venezuela bis Patagonien (Feuerland). Der Kondor lebt im Hochgebirge. In Peru und Chile bis zur Küste. Der kalifornische Kondor war früher die gesamte Westküste Nordamerikas hinauf bis Washington verbreitet. Nachdem er fast ausgestorben war (in den 80ern gab es noch 22 Individuen), leben heute wieder ca. 120 dieser Vögel, teilweise wieder ausgewildert in der kalifornischen Wüste (glaube ich).

Taxonomie

Andenkondor Klasse: Aves
Ordnung: Falconiformes
Familie: Cathartidae
Genus species: Vultur gryphus und Gymnogyps californianus.

Entwicklungsgeschichtliches

    Fossilien des Kondors lassen sich 60 Millionen Jahre in die Erdgeschichte zurückverfolgen. Der früheste Kondor wurde wegen seiner gigantischen Spannweite von 5 bis 6 Metern Teratornis Incredibilis genannt. Genetisch ist der Kondor näher zum Storch verwandt als zu den Altweltgeiern. In der Taxonomie wird der Kondor daher neuerdings zu den Schreitvögeln gerechnet.

Biologie:

    Der Andenkondor ist etwa 110 cm groß, wiegt bis zu 12 kg, und hat eine Spannweite von bis zu 3.5 Metern (der kalifornische Kondor erreicht bis zu 3 Meter). Der kalifornische Kondor besitzt eine schwarze Halskrause und der Andenkondor eine weisse. Der Schnabel ist elfenbeinfarben und endet in einem Haken. Die charakteristische silberweiße Zeichnung des Rückens bildet sich erst im adulten Stadium aus. Das Männchen ist größer als das Weibchen, eine Einmaligkeit unter den Greifvögeln (meines Wissens nach). Das Weibchen hat rötliche Augen und das Männchen besitzt einen Kamm. Er zählt zu den größten Greifvögeln der Welt. Er ist ein ausdauernder Segler. In vielen Regionen ist der Bestand des Kondors stark zurückgegangen, während er in anderen Gebieten noch so zahlreich ist, daß sich mehrere Vögel an einem Kadaver einfinden. Der Kondor ernährt sich vorwiegend von Aas, erlegt aber zuweilen auch kranke oder verendende Tiere. Häufig ist er in den riesigen Seevogelkolonien entlang der Peruanischen Küste anzutreffen, wo er Vogeleier raubt. Wie andere Aasvögel kann der Kondor bis zu eineinhalb Monate ohne jegliche Nahrung überleben. Kondore erreichen in Gefangenschaft ein Alter von bis zu 85 Jahren, in freier Wildbahn von etwa 40 Jahren. Er kann bis zu 7000 Meter hoch fliegen und eine Höchstgeschwindigkeit von 55 km/h erreichen. Kondore sind monogam, das Kondorweibchen legt ein Ei pro Jahr und die Brutdauer beträgt 54-58 Tage. Die Jungvögel sind Nesthocker und werden insgesamt zwei Jahre lang von den Eltern versorgt.

    Der Andenkondor ist stark gefährdet und ist im Cites-Anhang I gelistet. Wieviele Andenkondore heute noch leben ist unbekannt. Die Gesamtzahl ist jedoch sehr gering. 2005 wurde die Anzahl lebender Kondore in Bolivien auf 180 Exemplare geschätzt. In einer Studie wurden in den 90er Jahren im chilenischen Torres del Paine National Park etwa zwei bis drei Dutzend Individuen gezählt. In den letzten Jahren wurden 40 Individuen über Nachzucht ausgewildert. Alles in allem fürchte ich um den Fortbestand dieses Vogels.

     In den Regionen, in denen der Andenkondor noch zahlreicher vorhanden ist, lassen sich einige Besonderheiten im Verhalten beobachten. Junge Kondore werden von Altvögeln regelrecht in "Flugschulen" in den Flugkünsten unterrichtet. Dabei lernen die Jungvögel die Landschaft mit ihren Besonderheiten kennen. Eine gewisse Form der Hierarchie läßt sich sowohl bei der Erschließung von Nahrungsquellen, als auch bei den Flugrouten im Gebirge erkennen. Die Flugrouten sind für unerfahrene Jungkondore anders als für die erfahreneren Altvögel.

    Der Tod eines Kondors hat etwas beunruhigendes, so jedenfalls glaubt man in den Anden. Am Ende seines Lebens fliegt er so hoch hinauf wie möglich und geht in einen Sturzflug über, bei dem er hohe Geschwindigkeiten erreicht. Er beendet sein Leben zerschmettert an einer Bergwand. Diese Tradition verfolgt der Kondor seit Jahrmillionen.

Vergleich ...



    Vergleich zwischen dem Knochenbau eines Pteranodons mit dem eines Kondors. Grafik stammt vom Karl Moseley, und wurde bei Harcourt, Brace & Company publiziert.

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