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Heptarchie

30 Æthyre

 

Die Engel

Banner

Der Altar

Sigillum Dei

 



Die mystische Heptarchie

    Die Heptarchia Mystica war Teil der von John Dee im doppelten Boden versteckten Aufzeichnungen. Daher kommt es, daß Meric Casaubon die Heptarchie nicht kannte und veröffentlichen konnte. Dieses Fehlen der Heptarchie überlieferte sich bis in die heutige Zeit, da weder der Golden Dawn noch andere Magier der Heptarchie Beachtung schenk(t)en (konnten). Wie Sie aber an den einzelnen Gegenständen erkennen können, die für die Engelsmagie nötig sind, ist die Heptarchie ein wesentlicher Bestandteil der henochischen Magie.

    Die ersten Sitzungen die Kelley und Dee durchführten fanden gänzlich schlicht und ohne besondere Instrumente statt. In der Anfangszeit benutzten sie nicht mehr als eine Kristallkugel in die Kelley starrte während Dee die Anrufungen und Gebete sprach. Nach einiger Zeit erschien im Kristall ein Engel, mit dem Kelley dann kommunizieren konnte. Im Laufe der Zeit erhielten die beiden Instruktionen und Anweisungen verschiedene Ritualgegenstände anzufertigen und wie diese angewendet werden sollten. Für zukünftige Sitzungen wurden Anweisungen über den heiligen Stein, die Tafel der Praxis, die sieben Banner der Schöpfung, das Sigillum Dei Æmeth sowie vier kleineren Siegeln ähnlicher Art die unter den einzelnen Tischbeinen plaziert wurden, gegeben. Es folgten weitere Anweisungen über zu verwendende Seidenstoffe, runde Siegel, die unter den Füßen des Sehers plaziert werden sollten, einem Siegelring und das Lamen, welches John Dees Namen verschlüsselt in sich barg. John Dee verwendete die angegebenen Objekte im Laufe der gesamten weiteren Zeit, in der das Gespann zusammenarbeitete und war der Ansicht, daß diese Paraphernalien essentiell wichtig wären für die Praxis der Kommunikation mit den Engeln. Die Herstellung der einzelnen Werkzeuge allerdings ist sehr kostspielig und Kelley baute den Kontakt mit den Engeln auch sehr gut ohne diese Hilfsmittel auf. Die Minimalausstattung nach den Angaben der Engel besteht aus dem Altar, den sieben Bannern der Schöpfung, dem großen Sigillum Dei Æmeth, die kleineren Versionen davon, der Kristallkugel, dem Lamen und dem Ring. Es bleibt aber jeden selbst überlassen, damit zu arbeiten oder auch nicht. Die magische Praxis des Golden Dawn jedenfalls verwendet keines dieser Mittel und bringt gute Ergebnisse hervor.

    Einer der ersten Gegenstände, die den beiden durchgegeben wurden, war ein goldener Ring mit einer Gravierung. Es ist nicht ganz sicher, ob der Ring nicht eine Erfindung Kelleys war, da der dort eingearbeitete Engelsname "PELE" in anderen okkulten Werken Erwähnung findet und Kelley als Quelle gedient haben könnten. Dee notierte dazu: "Vide Reuclini Librum de Verbo Mirifico de nomine PELE". In Agrippas okkulter Philosophie taucht der Name ebenfalls auf. Den Aussagen der Engel folgend hat Solomon diesen Ring getragen, dessen genaues Aussehen verloren gegangen sei. In meinen Augen dienten diese Aussagen dazu, diesen Gegenstand zu heiligen und für die Arbeit wertvoll zu machen, da es üblich war in dieser Zeit, magische Werke oder überlieferungen dem mythischen König Salomon zuzuschreiben, der sich bekannterweise mit Engelsmagie beschäftigt haben soll. Auffällig am Design des Rings ist daher, daß es lateinische Schriftzeichen sind. Möglicherweise aber diente diese Form der Gestaltung einfach auch dazu, die Elemente leserlich und verständlich zu machen. Ich nehme an, die Schriftzeichen hätten in der henochischen Symbolschrift angefertigt werden sollen.

    Der Stein der Engel als Konzentrationsobjekt und Fokus für den Seher wurde dem Magierduo wahrscheinlich durch einen Rapport gegeben, denn während einer Sitzung am 28. April 1582 beschrieb ein Engel diese Kristallkugel und forderte Dee (durch Kelley) dazu auf, die Kugel in die Hand zu nehmen. Zu Dees überraschung fand sich an einer Stelle im Arbeitsraum diese Kristallkugel. Es ist unwahrscheinlich, daß Kelley die Kugel vorsätzlich dort deponiert haben könnte, da reine Quarzkugeln zu jener Zeit extrem selten waren und sehr teuer. Sie sind es auch heute noch, nebenbei bemerkt. Bei den weiteren Operationen benutzte Dee diese Kristallkugel, deren Fassung aus Gold bestand. Sie war für Dee äußerst heilig, da er davon ausging, daß sie sich durch die Intervention der Engel materialisierte. Rapporte werden bei Sitzungen gelegentlich beobachtet, so daß diese Interpretation durchaus schlüssig ist. Kelley hatte einfach nicht die finanziellen Möglichkeiten eine so große und reine Kristallkugel zu erwerben. Die Quarzkugel, die John Dee benutzte, ist heute im British Museum ausgestellt und kann dort besichtigt werden. Experimentieren Sie am besten mit verschiedenen Kristallkugeln, um Ihre eigene Prädisposition herauszufinden. Es ist durchaus interessant, eine Rauchquarzkugel zu verwenden, wie sie Dee verwendet hat, aber auch eine Obsidiankugel oder eine klar Bergkristallkugel funktionieren hervorragend für das Sehen. Anstelle der Einfassung, die Dee verwendete, kann heute ein kleiner Dreifuß dienen, der die Kugel stabil an Ort und Stelle hält.

    John Dee erhielt insgesamt zwei Lamen, die er tragen sollte. Das erste jedoch, so stellte Uriel später fest, sei Teufelswerk und falsch und nur das zweite sei das echte, welches er verwenden sollte. Während das erste Siegel eher goetisch anmutet, ist das zweite ein typisch henochisches Lamen. Ich bilde hier beide ab, da ich es dem Leser selbst überlasse, sein Schicksal zu bestimmen. Das erste, dämonische Lamen sollte in Gold graviert werden, während das zweite Lamen auf Pergament mit der Kantenlänge vier englischen Zoll in gelber ölfarbe geschrieben und um den Hals getragen werden soll. Auf welche Weise das zweite Lamen um den Hals getragen werden soll, bleibt dem Magier überlassen. Bemerkenswert beim zweiten Lamen ist, das John Dees Namen in irgendeiner Form darin verschlüsselt sein soll. John Dee, ein Meister der Kryptographie, konnte jedoch keinerlei Schlüssel finden. Um das Lamen zu personalisieren, können Sie den eigenen magischen Namen auf die Rückseite des Lamens schreiben.

Das dämonische Lamen

Das Lamen der Engel




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